Die Fettabsaugung, auch Liposuction genannt, ist zumeist eine reine Schönheitsoperation. Allerdings werden mit ihrer Hilfe auch Fettgeschwulste, so genannte Lipomen entfernt, als eine mögliche Alternative zur operativen Tumorbehandlung. Dabei werden an bestimmten Stellen des Körpers Fettzellen entfernt. Wie jeder Eingriff, birgt auch das Fettabsaugen gewisse Risiken. Zum Beispiel muss der Operateur ein gewisses Gefühl haben für das Fettgewebe, da sonst unschöne Dellen oder Beulen entstehen könnten. Natürlich treten auch unterschiedliche starke Schmerzen auf, denn so vorsichtig der Operateur auch ist, es werden immer kleine Nerven beschädigt. Auch kann es immer zu Infektionen oder Blutungen kommen. In solchen Fällen sollte der Patient sofort in ein Krankenhaus gehen. Ist eine Fettabsaugung nicht medizinisch notwendig wie bei einem Lipom wird es auch immer Kritiker dieser Technik geben. Fettabsaugen ist kein Ersatz für eine gesunde Lebensweise, das muss jedem, der sich diesem Eingriff unterziehen will, klar sein. Allerdings kann es schon helfen Pölsterchen, die trotz Sport und gesunder Ernährung, nicht verschwinden wollen, zu entfernen. Mittlerweile unterziehen sich in Deutschland jedes Jahr ca 250.000 Tausend Menschen diesem Eingriff. Dadurch ist es bei den Ärzten schon fast Routine und damit auch sehr sicher. Die am häufigsten verwendete Methode des Fettabsaugens kommt von dem kalifornischen Arzt Jeffrey Klein. Diese erfolgt in 2 Schritten. Dabei wird zuerst eine Lösung aus Natriumcarbonat, einem Betäubungsmittel, Isotonischem sterilem Wasser und meist auch etwas Kortison in das zu behandelnde Unterhautfettgewebe eingespritzt. Hierbei kann es sich, je nach gewünschter Absaugungsmenge und Körperstelle, bis zu mehreren Litern handeln. Diese Flüssigkeit verfolgt zwei Ziele. Zum einen, das zu behandelnde Gewebe sicher bis zu 18 Stunden zu betäuben. Zum anderen, dass die Fettzellen sich so vollsaugen, dass sie sich leichter aus dem Bindegewebe herauslösen lassen. Nach dem Einspritzen der Flüssigkeit dauert es ca. 30 Minuten, bis sie sich gleichmäßig verteilt hat und die lokale Betäubung zu wirken beginnt. Wenn sich eine Emulsion gebildet hat, also das Fett sich mit der Flüssigkeit ausreichend verbunden hat, wird alles mit speziellen Kanülen unter leichtem Sog entfernt. Danach werden die nötigen Hautschnitte verbunden. Der Patient muss nach einer Liposuction für 4-6 Wochen ein Kompressionsmieder tragen. Die Kanülen haben einen unterschiedlichen Durchmesser. Für die Liposkulptur sind sie eher klein, nur 1-1.25 mm, für eine reine Fettabsaugung sind sie 3-8 mm groß. Auch wird bei der Liposkulptur eine manuelle Saugspritze verwendet, da sie feineres Arbeiten zulässt. Soll das absaugte Fett wieder anderswo im Körper zugeführt werden, muss immer mit einer Saugspritze gearbeitet werden.

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